Samstag, 2. November 2013

Speiseplan

Heute möchte ich Euch ein Thema vorstellen, mit dem ich mich selbst auch erst seit kurzem befasse:
                                              Der Speiseplan

Jetzt denken bestimmt viele, oh, das ist mir zu aufwendig, da habe ich keine Zeit zu, alles durchgeplant ist nicht mein Ding, etc, pp.
Ja, das habe ich auch lange gedacht, aber wenn es einmal läuft, möchte man ihn nicht mehr missen.
Ich fang einfach mal von vorne an, wie es dazu kam.

Jeden Tag wurde bei uns aufs neue die Frage gestellt, was gibt es heute zu essen. Dann wurde überlegt, was gibt der Kühl-bzw.Gefrierschrank noch her, worauf hat man Lust, muss erst noch was eingekauft werden... ziemlich viele Überlegungen, die jeden Tag aufs Neue eine Antwort gefordert haben.
Und dann habe ich mir gedacht, versuch es doch einfach mal mit einem Speiseplan, vielleicht ist das ja doch gar nicht so verkehrt.
Ich habe mir im Vorfeld einige Gedanken dazu gemacht, wie man das am geschicktesten anstellen kann (klar, ich kann einfach Papier und Bleistift nehmen und 7 verschiedene Gerichte aufschreiben - fertig. Aber ganz so einfach wollte ich es auch nicht) .
Zuerst haben wir mal eine Liste gemacht mit den Gerichten, die es öfter gibt und die wir gerne essen. Das ist schon eine große Hilfe.
Dann habe ich gesehen, das es verschieden Programme gibt, mit denen man einen Speiseplan erstellen kann. Da können dann Rezepte eingepflegt werden und es wird daraus eine Einkaufsliste generiert. Das hörte sich erstmal gut an, fand ich persönlich aber nicht so toll, da dann alle Zutaten in die Einkaufsliste gewandert sind (und so Dinge wie z.B. Salz, Pfeffer, Mehl, diverse Nudeln etc. sind bei uns immer vorhanden). Also war diese Lösung schon mal nix für mich. Außerdem hätte ich ja erstmal sämtliche Rezepte einschreiben müssen, um einen gewissen Grundstock zu haben, och nee.

Dann habe ich doch zu Papier und Bleistift und zu meinem Kalender gegriffen. Ich habe geschaut, wann habe ich welche Termine, wann komme ich später nach Hause - da sollte es etwas schnelles geben, wann wird es so spät, das der beste Freund ever was kocht (etwas einfaches, oder etwas was ich schon vorbereitet habe), wann ist etwas mehr Zeit um etwas aufwendiger zu kochen, kann man vielleicht einen Tag für neue Rezepte reservieren oder einen Thementag mit einbauen...z.B. einen Tag in der Woche eine neue Landesküche, was esse/n/ wir/ich gerne, was wollte ich schon immer mal ausprobieren, usw.
Und mit diesen ganzen Ideen habe ich angefangen einen Speiseplan zu erstellen. Das hört sich jetzt total kompliziert und aufwendig an, aber das ist es nicht. Wenn Ihr einmal angefangen habt, wollt Ihr gar nicht mehr aufhören. Denn der GANZ große Vorteil ist, ihr setzt Euch einmal hin und überlegt, und nicht jeden Tag. Ein weiterer Vorteil ist, Ihr könnt den Einkauf viel besser planen, folglich müsst Ihr nicht ständig loslaufen, weil Ihr das Kochbuch durchstöbert, denkt das Rezept klingt gut, aber mir fehlt die Hälfte an Zutaten. Jetzt schreibt Ihr es einfach auf die Einkaufsliste, fertig.
Angefangen habe ich mit einem Plan für eine Woche, mittlerweile schreibe ich immer gleich für mehrere Wochen. Letztens habe ich mich abends eine Stunde hingesetzt und hatte den Plan für 4 Wochen inkl. Einkaufsliste stehen. Ihr seht, mit etwas Übung geht das ratz fatz :-)
Ich hangel mich also wie oben beschrieben an meinem Kalender lang und überlege mir, was es zu Essen geben soll (Lieblingsgerichte, Kochbuch durchstöbern, Internet um Rat fragen...), schreibe dann die Gerichte für Montag bis Sonntag auf, und schreibe bei jedem Gericht direkt dazu wo ich es finde (damit ich dann nicht 5 Bücher durchwälzen muss, weil ich nicht mehr weis aus welchem Buch/ welcher Internetseite ich das Rezept ausgesucht habe) und welche Zutaten dafür gekauft werden müssen.
Das ist quasi mein Skript.
Dann übertrage ich die Gerichte in unseren gemeinsamen Kalender, dann weis der beste Freund auch immer direkt, was es zu essen gibt (natürlich werden auch Wünsche mit einbezogen) und mache mir dann ein Post-it mit der Einkaufsliste für die jeweilige Woche. Und schon ist ein Speiseplan für mehrere Wochen entstanden. Und ich kann Euch sagen, wenn mal kein Plan steht, werdet Ihr ihn ganz schnell vermissen, so wie ich neulich. Da habe ich es irgendwie verpeilt, das mein Plan zu Ende ging und dann fing das tägliche überlegen wieder an. Da hebe ich mich aber ganz schnell hingesetzt und einmal für mehrere Wochen überlegt.

Der Speiseplan ist für uns ein echter Mehrwert, aber kein unantastbares Konzept. Denn natürlich kommt es vor, das man mal einen Tag so gar keinen Hunger auf irgendwas hat, mal außer Haus isst, keine Lust zu kochen hat, noch was vom Vortag übrig ist, was auch immer. Aber dann kann man die ausgefallenen Gerichte ja einfach in die nächste Woche schieben :-)
Flexibel bleiben ist ganz wichtig, aber der Plan ist schon eine große Hilfe, es macht Spaß ihn zu schreiben (vielleicht auch gemeinsam beim sonntäglichen Frühstück) und er spart Zeit, weil man nicht so oft einkaufen muss.

Hier mal ein kleiner Einblick:

Montag Zitronen Hühnchen  -  Hähnchenbrustfilet, Zitronen
Dienstag Lasagne  - Hackfleisch
Mittwoch Brokkoli Auflauf  -  Brokkoli, Kassler, Saure Sahne
Donnerstag Sauerkraut Quiche  -  Schinkenwürfel, Sauerkraut
Freitag Lachs in Nudel-Sahne-Soße  -  Lachs
Samstag indisches Curry  -  Hähnchenfleisch, Blattspinat
Sonntag Einladung zum Geburtstag -> die Küche bleibt kalt

Ihr seht, es ist gar nicht so schwer.
Vielleicht probiert Ihr es einfach mal aus, naja und wenn´s nix für Euch ist, dann lasst Ihr es halt wieder.

Viel Spaß und Erfolg,
Eure Fabi

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